Schachbezirk Lippe e.V.

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Lippische Schulschachturniere
Lippische Schulschachturniere
Große Begeisterung bei den lippischen Schulschachturnieren am Grabbe-Gymnasium in Detmold

Schon beim Betreten der Aula blickte so mancher Teilnehmer erstaunt in die Runde. „Wow, so viele Schüler schon hier?“, staunte eine Schach AG Leiterin und wandte sich ungläubig an die Turnierleitung. Tatsächlich hatte sich die Alte Aula des Detmolder Grabbe-Gymnasiums längst mit erwartungsvollen Teilnehmern gefüllt, die dem Start der diesjährigen lippischen Schulschachturniere entgegenfieberten. Über zwei Tage hinweg zeigten über 170 Schülerinnen und Schüler in 41 Mannschaften aus 18 lippischen Schulen ihr Können auf dem Schachbrett. Die Teilnehmerzahl hat sich damit innerhalb von nur zwei Jahren mehr als verdoppelt – ein beeindruckender Beweis für die wachsende Begeisterung des beliebten Denksports und erste Erfolge ehrenamtlicher Initiativen.

Gespielt wurde Schnellschach mit einer Bedenkzeit von 15 Minuten je Spieler für die ganze Partie. Mannschaften bestanden altersabhängig aus 4 oder 6 Spieler:innen. Mit viel Begeisterung wurden die Uhren in Gang gesetzt und meist konnte man spannende Partien verfolgen, in denen es häufig hin und her ging. Erfolge und kleinere Rückschläge wurden aber so weit sichtbar, von allen sportlich hingenommen.

Der erste Turniertag gehörte den Weiterführenden Schulen. Bei den Jungen triumphierten bei den Ältesten in der WK-2 das Gymnasium Lage und in der WK-3 konnte das Engelbert-Kämpfer-Gymnasium Lemgo erfolgreich seinen Vorjahrestitel verteidigen. Bei den Jüngsten in der WK-4, was grob den Schulklassen 5 und 6 entspricht, ging der Sieg erstmalig an das Gymnasium Horn-Bad Meinberg. Bei den Mädchen gewann ebenfalls das EKG Lemgo in der WK-3 und das Gymnasium Horn-Bad Meinberg in der WK-4.

Der zweite Tag gehörte den Grundschulen, wo ebenfalls spannende Matches stattfanden. Die Spielerinnen der Grundschule Horn sicherten sich in den direkten Duellen gegen die weiteren Mädchen-Teams die Mädchenwertung.

Die Kusselbergschule unter der Leitung von Dr. Daniel Hawes brachte es nicht nur auf erfreuliche vier teilnehmende Mannschaften, sondern sicherte sich mit 100 % der möglichen Punktzahl auch souverän den Gesamtsieg bei den Jungen.

Neben den sportlichen Erfolgen ist auch sehr erfreulich, dass mit dem Stadtgymnasium Detmold, sowie den Weerth- und Freiligrath-Grundschulen drei weitere neue Detmolder Schulen erstmalig nach Corona wieder am Turnier teilnahmen. Ihre Schach-AG Leiter:innen Frau Schubert, Herr Klein und Frau Hoffman, die alle erst im Juni das Schulschachpatent erworben hatten, haben mit viele eigenem Engagement in kürzester Zeit sehr erfolgreich Schach-AGs aufgebaut. Weitere Schulen haben ihre Teilnahme in den nächsten Jahren bereits jetzt zugesagt.

Hervorragend vorbereitet und organisiert wurden die lippischen Schulschach-Turniere von Udo Hötger und Dr. Claus Hilbing, Mitglied der Schulleitung des Grabbe-Gymnasiums. Unterstützt wurden sie dabei von Detlef Hübner, Udo Sprute und Arnold Essing. Das Grabbe-Gymnasium, das offiziell als Schachschule anerkannt ist, bot mit der Alten Aula den idealen und kompetenten Rahmen für das Event.

Ein besonderes Highlight war die Preisverleihung, bei der die Sparkassen in Lippe als Hauptsponsor auftraten. Die Gewinnerteams konnten sich über Gutscheine für Schachausrüstung freuen, die von Paul Kirchgässner, Regionalleiter der Sparkasse in Detmold und Olaf Brodziak vom formalen Veranstalter Kreis Lippe persönlich überreicht wurden. Als kleine Anerkennung für den Einsatz erhielten alle teilnehmenden Grundschulen Traubenzucker – ein süßer Trost nach anstrengenden Partien.

Nimmt man beide Tage zusammen, wurden in Summe fast 600 Partien gespielt und das ohne einen einzigen Streitfall. Dieses sportlich faire Verhalten aller jungen Teilnehmer:innen kann man gar nicht hoch genug bewerten. Für alle 7- bis 15-jährigen Kinder, die neben ihren Schulschach AGs gern mehr über Schach lernen möchten, bietet das Detmolder Projekt „Schach-Magie“ eine regelmäßige Anlaufstelle. Jeden Freitag um 16 Uhr treffen sich kleine und große Schachfans in der Detmolder Innenstadt im Café HerzStück, Krummestraße 44. Einfach mal vorbeischauen lohnt sich!

Foto: Beim Schnellschach ist eine Mischung aus Konzentration und Geschwindigkeit nötig, die besonders Kinder sichtbar Spaß macht.

Aus der LZ


vom 16.03.2025, 13:06 Uhr

Autor: Karsten Trachte

Ligen & Klassen in OWL nach der 6-8. Runde


vom 28.02.2025, 17:25 Uhr

Autor: Karsten Trachte

OWL Seniorenmeisterschaft 2025

Die diesjährige Seniorenmeisterschaft findet vom 22.4 bis 25.4.2025 in Oerlinghausen statt. Herren ab Jahrgang 1965 und Damen ab Jahrgang 1970 können sich bis zum 15.4.2025 (Meldeschluss) bei unserem 1. Vorsitzenden Wolfgang Reker anmelden. Die Teilnehmerzahl ist auf 32 begrenzt. Für mehr Informationen siehe Ausschreibung!



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vom 26.01.2025, 13:47 Uhr

Autor: Admin

Trauer um Heinz Bilo
Am 5. Dezember starb im 91. Lebensjahr Heinz Bilo, der über lange Zeit die Schachszene in Lippe aber auch auf nationaler Ebene prägte.


Geboren im Osthavelland kam Heinz Bilo Anfang der 1940er Jahre nach Blomberg und lernte dort von Besatzungssoldaten aus dem Baltikum das Schachspiel. Begleitend zu seiner Berufsausbildung als Rechtspfleger beim Amtsgericht in Blomberg setzte er nach dem Abitur seine steile Schachkarriere fort, spielte in den 1960er Jahren mehrmals bei den Kandidatenturnieren für die Deutsche Meisterschaft mit und gewann renommierte Schachturniere wie die offene Bad Pyrmonter Stadtmeisterschaft und das offene Turnier in Bad Waldliesborn.


Anfang der 1980er Jahre waren insbesondere seine Duelle um die lippische Meisterschaften gegen Ingo Althöfer legendär mit unterschiedlichen Ergebnissen.


Bemerkenswert ist, dass der alt zäh und kernig wertgeschätzte Bilo aus dem heimischen Blomberg ins Spiellokal nach Detmold-Berlebeck mit dem Fahrrad anreiste.



Heinz Bilo spielte über viele Jahre für die SG Detmold in der damals höchsten bundesdeutschen Spielkasse, bis er sich Mitte der 2000er Jahre aus der Schachszene zurückzog.


Mit Heinz Bilo verliert die Schachszene in Ostwestfalen-Lippe einen prägende Figur mit Charakter.


vom 31.12.2024, 16:18 Uhr

Autor: Karsten Trachte

Die Schachspieler des Schach-Klubs „Tönsberg“ Oerlinghausen sahnen bei der lippischen Einzelmeisterschaft groß ab
Was die Österreicher Skispringer in Obersdorf geschafft haben (die ersten drei Plätze) können die Schachspieler aus der lippischen Bergstadt noch überbieten. Nach der 7ten und somit letzten Runde liegen 4 Oerlinghausener an der Spitze der 24 Teilnehmern.



Vor der letzten Runde lag der 18jährige Mats Lennart Siol einen halben Punkt vor dem letztjährigen Vizemeister Martin Fenner und mit 1,5 Punkten Rückstand folgten Dirk Altenbernd (alle drei vom SK Oerlinghausen) sowie Wolfgang Reker vom SV Lemgo. Somit stand vor der letzten Runde schon fest, das entweder Mats Lennart oder Martin den Titel der diesjährigen lippischen Einzelmeisterschaft (LEM) nach Oerlinghausen holen wird.



Da Martin Fenner im letzten Spiel der LEM 2024 das Duell gegen Wolfgang Reker gewinnen konnte (es treten immer zwei nahezu Punktgleiche Teilnehmer gegeneinander an), musste Mats Lennart Siol gegen Dirk Altenbernd gewinnen, um es nicht bei einem Remis und Punktgleichheit dann, auf die Feinwertung ankommen zu lassen. Doch dieses gelang Mats Lennart nicht und somit begann das große Rechnen nach der Buchholz-Wertung (dort werden die erzielten Punkte seiner Gegner addiert).


Im letzten Jahr unterlag Martin Fenner durch diese Feinwertung dem Vorjahressieger Joachim Stork von den SF Lieme, in diesem Jahr aber hole Martin mehr Punkte und setzte sich somit am letzten Spieltag noch an die Spitze der LEM vor Mats Lennart, beide mit 6,0 Punkten aus 7 Spielen. Den dritten Platz konnte Dirk Altenbernd vor Jürgen Siol (alle vom SK Oerlinghausen) und Francisco Pozo Campos vom SV Lemgo behaupten, auch nach der Feinwertung bei 4,5 Punkten aller Spieler.



Mit 4,0 Punkten folgten Vorjahressieger Joachim Stork, der bestplatzierte Spieler unter 1600DWZ-Punkten Frank Beerbaum vom SV Lemgo und Wolfgang Reker.



1. Foto: Siegerehrung v.l.n.r. => Frank Beerbaum, Dirk Altenbernd, Martin Fenner und Mats Lennart Siol


2. Foto: Brett 1 das Spitzenspiel zwischen Mats Lennart Siol (links) und Dirk Altenbernd


3. Foto: Die Verfolgerduelle an Brett 2 und 3, vorne Martin Fenner (links) gegen Wolfgang Reker und hinten Frank Beerbaum (links) gegen Joachim Stork


Und der Endstand





vom 30.12.2024, 19:30 Uhr

Autor: Karsten Trachte